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                   Mailbox, Convers und Terminal









           SysOp-Dokumentation zur MCUT-Mailbox Version 0.43
          ===================================================



                                von
                      Jochen Sarrazin, DG6VJ




                               Stand:
                             18.03.1996






INHALT:
=======

Einleitung

1. Installation
1.1. BOX.CFG
1.2. BOX.SF
1.3. TRANSFER
1.4. LANGUAGE
1.5. CTEXT
1.6. REJECT.BOX
1.7. *.PWD
1.8. M_FILTER
1.9. SERVER.BOX

2. SysOp-Kommandos
2.1. BID
2.2. LISTSF
2.3. LIFETIME
2.4. ACTIVITY
2.5. IMPORT
2.6. SF
2.7. GARBAGE
2.8. LISTREJECT
2.9. CHECK (Erweiterung)
2.10. NOHOLD
2.11. NOSYSOP
2.12. RELOAD

3. User-Kommandos


4. Infos ber Store & Forward
4.1. System-IDentifiers
4.2. M/E-Mail-Forwarding mit DieBox/BayBox-Stationen
4.3. MCUT Mailbox-Autorouter

5. Betrieb
5.1. Andere System-Sprachen

Anhang 1: Datenstrukturen
Anhang 2: Wie programmiere ich einen Server?



Einleitung:
===========

   Dies ist eine noch unvollstndige Dokumentation der in MCuT integrierten
   Mailbox. Es gelten die gleichen Rechte und Pflichten wir fr den Terminal-
   oder den Convers-Teil.
   Fragen, Anregungen und was es sonst noch so gibt, die die Mailbox
   betreffen, bitte an DG6VJ @ DB0EA.#NRW.DEU.EU schicken.



1. Installation:
================

   Folgende Verzeichnisse und Datenein werden fr die Konfiguration der
   Mailbox benutzt. Die Verzeichnis-Struktur MUSS UNBEDINGT so vorhanden
   sein!

   BOX\
     #* BADCALLS       Rufzeichen von Stationen, die bei der Mailbox gesperrt
                       sind.
        BOX.SF         Konfiguration des S&F-Teils
        BOX.CFG        Allgemeine Box-Konfiguration
        DP_LZH.EXE     Packer fr gepacktes Forward mit DL8HBS-Erweiterung
        FBB_LZH.EXE    Packer fr originales gepacktes FBB-Forward
        BCMD           Liste der freigegebenen Mailbox-Befehle
     #* BID            Wird zur Erstellung der eigenen BID's benutzt.
     #* BID.DAT        Liste der BID's der Mails, die auf diesem Rechner
                       sind bzw. gewesen sind. (Ohne HASHING) -> veraltet
     #* BIDHASH.MCT    Liste der BID's auf diesem System. Mit Hashing, daher
                       schneller als BID.DAT, aber auch grer.
      * CHECK.BOX      Liste fr den Check-Befehl
      * INFO.STN       Daten des Autorouters
        LANGUAGE       Liste der Sprachen und wann sie verwendet werden
        LIFETIME       Liste der Lifetimes der Rubriken
     #* PASSW.BOX      Liste der User-Passwrter. Sollte NICHT gelscht
                       werden, es sei denn es wird gewnscht, das alle
                       Passwrter gelscht werden.
      * PROFILE.BOX    Hier schreibt die Mailbox Routing-Errors und andere
                       Fehler hin. Die Datei wird bei jedem Garbage importiert,
                       und liegt dann in der Rubrik X vor.
        REJECT.BOX     Konfigurationsfile fr die Hold- und Reject-Funktion
     #* SFLISTE        Liste der Files, die fr S&F eingetragen sind
        TCPIP.BOX      Fr S&F mit TCPIP-Stationen etc...
        TRANSFER       Liste der Rubriken, die automatisch Transferiert
                       werden
     #* USER.BOX       Userdaten der Mailbox-Benutzer
     #* USRDAT         Das gleiche wie USER.BOX, blo mit Hashing, deshalb
                       schneller und leider auch grer als USER.BOX.
   BOX\IMPORT
   BOX\INDEX
   BOX\INFO
   BOX\MSG
        NEWS           News in der Mailbox (Aktuell-Text). Gibt's nur in
                       einer Sprache
        MESSAGES.*     System-Text-Files fr die Mailbox
        NODB0.*        Text, wenn keine DB0-Mailboxen als MYBBS angegeben
                       werden sollen und trotzdem werden
        CTEXT.*        Connect-Text fr Helplevel=0
        CTEXT_LG.*     Connect-Text fr andere Helplevel
        REJECT.USR     Text, der beim Ablehnen von Usermails an den Sysop
                       (Boxcall) geschickt wird.
      Fr * wird jeweils die Sprache angegeben, fr Deutsch DL etc.
   BOX\PROTO
   BOX\SERVER          Hier kommen die Mail-Server hin
   BOX\TEMP
   BOX\USER

   Dateien, mit einem Stern ('*') davor werden automatisch angelegt.
   Dateien mit einem Doppelkreuz ('#') davor drfen _NICHT_ ohne weiteres
   per Hand verndert oder gelscht werden.



1.1. BOX.CFG:
-------------

   Hier werden allgemeine Dinge der Mailbox eingestellt. Es folgt ein
   Beispiel-File und Erklrungen zu jeder Zeile.

#### TOF ####
# BOX.CFG    -   Konfigurations-File der Mailbox
SF_Call         = DG6VJ-9
SF_Info         = JO30IF - Jochen -
SF_Hierach      = .DB0MW.#HES.DEU.EU
MailBeacon      = J
SF_Proto        = N
User_LT         = 100
BBS_Connect     = J
M/E_LT          = 7
M/E_MBX         = XNET
M/E_Send        = J
DB0_MYBBS       = N
SF_AB_KBYTES    = 300
SF_WITH_ALL_STN = J
THIRD_PARTY     = N
#### EOF ####

   Die einzelnen Felder bedeuten folgendes:

   SF_Call         : Hier wird das Rufzeichen angegeben, mit dem S&F gemacht
                     werden soll. Es ist eine andere SSID als die in MCUT.CFG
                     zu empfehlen, da dann gleichzeitig eine S&F-Verbindung und
                     eine normale Box-Session abgehalten werden kann.
   SF_Info         : Hier wird ein kurzer Info-Text angegeben, der im
                     S&F-Header (Die 'R:' - Zeilen) in eckigen Klammern
                     angegeben wird. Nicht zu lang!
   SF_Hierach      : Dies ist die Hierachie der Box. Das Box-Call wird
                     automatisch davor gesetzt. Hier sollte nichts angegeben
                     werden, auer man macht S&F mit einer DB0-Station. Im
                     zweitem Fall sollte '.DB0_CALL.#REGION.DEU.EU' angegeben
                     werden. (Natrlich fr DB0_CALL das Rufzeichen der
                     DB0-Station und fr REGION den Regional-Kenner
                     _DER DB0-Station_ angeben. Bei Fragen bitte Mail an mich.
   Mail_Beacon     : Soll eine Mailbake gesendet werden? Noch nicht
                     implementiert.
   SF_Proto        : Soll ein Log gefhrt werden, welche Mails an wen 
                     geforwardet wurden? Noch nicht implementiert.
   User_LT         : Standard-Lifetime fr User-Mails
   BBS_Connect     : Soll die Mailbox connected werden knnen? (N = Keine
                     Mailbox, nur Terminal)
   M/E_LT          : Standard-Lifetime von M- und E-Mails. In der Rubrik E
                     werden Fernlschbefehle, in Rubrik M die MYBBS-Angaben
                     geforwardet.
   M/E_MBX         : Verteiler, mit denen M- und E-Mails verschickt werden
                     sollen. Im XNET sollte hier XNET angegeben werden, NICHT
                     THEBOX!
   M/E_Send        : Sollen berhaupt M- und E-Mails verschickt werden?
                     (Fernerase ist (noch) nicht eingebaut).
   DB0_MYBBS       : Soll als MYBBS DB0- und DK0- Rufzeichen erlaubt werden
                     oder nicht?
   SF_AB_KBYTES    : Ab der hier angegebenen Anzahl freien Speichers auf der
                     Festplatte, auf der das Box-Directory liegt, wird S&F
                     zugelassen.
   SF_WITH_ALL_STN : Drfen auch Stationen, die nicht in BOX.SF stehen, S&F
                     mit uns machen?
   THIRD_PARTY     : Wenn SF_WITH_ALL_STN = J ist, kann hier eingestellt
                     werden, ob Stationen, die nicht in BOX.SF eingetragen
                     sind, nur Mails von ihnen selbst (Absender=Call) senden,
                     drfen, oder auch von anderen Usern.

   Ein Teil dieser Angaben kann online in der Mailbox mit dem Befehl CONFIG
   abgefragt werden.



1.2. BOX.SF:
------------

   In BOX.SF wird eingestellt, mit welcher Station wie S&F gemacht wird.
   Dieses File wird beim Programmstart ins RAM gelesen. nderungen kommen
   daher nur zum Tragen, wenn MCUT neu gestartet wird.

   Hier wieder ein Beispiel mit genauen Erklrungen:


#### TOF ####
:Basic_Definitions
DG4IAD NNNNNNNNNNNNNNNNNNNNNNNN 1   DG4IAD-8 DB0EA DB0ODW DG4IAD
DG1KPV NNNNNNNNNNNNNNNNNNNNNNNN 1   DG1KPV-7 DB0EA DB0WST
DB0MW  AAAAAAAAAAAAAAAAUUUUUAAA 1   DB0MW-15 DB0EA
DG8NDY NNNNNNNNNNNNNNNNNNNNNNNN 1   DG8NDY-7 DB0EA DB0RT
DG7PC  NNNNNNNNNNNNNNNNNNNAAANN 1   DG7PC-8 DB0EA DB0PRA
KILL   XXXXGXXXXXXXXXXXXXXXXXXX
:What_To_Forward
DG4IAD @XNET @DPNET @GTNET @MCUT @RNNET @DG4IAD
DG1KPV @DPNET @DB0DJ @DG1KPV
DB0MW @DB0MW | &M &E &F
DG8NDY @DG8NDY
DG7PC @XNET @DPNET @GTNET @DG7PC
#### EOF ####

   Kommentare werden mit # am Anfang der Zeile gemacht.
   Unter  :Basic_Definitions  werden die Rufzeichen der S&F-Stationen
   angegeben (Links). Dann ab Spalte 8 die Zeiten, an denen S&F automatisch
   Angestoen werden soll. Das erste Zeichen in diesem Block bedeutet 0 Uhr,
   das letzte 23 Uhr. Die Zeichen haben folgende Bedeutung:

   'N': S&F wird NICHT automatisch angestoen, es wird aber bei einem Connect
        von der Gegenstation ALLES bertragen.
   'A': Wir connecten die Gegenstation und senden ALLE Mails.
   'U': Wir connecten, senden aber nur User-Mails.
   'X': Es wird nicht connected, auch bei einem Connect der Gegenstation wird
        nichts gesendet.


   Danach kommt ab Spalte 32 ein Block mit Angaben, die jeweils ein Zeichen
   lang sind. Bislang ist nur die erste belegt. Sie ist eine Zahl und gibt an,
   welche SID (Sytem-IDentificator) benutzt werden soll:

   1 = MCUT's eigene SID
   2 = DieBox-SID

   Sollte normal auf 1 stehen! Ausnahme: S&F mit einer DieBox/BayBox
   mit MYBBS-Forwarding. (Siehe weiter unten)


   Dann, ab Spalte 37, wir der Pfad angegeben, auf dem die Gegenstation
   connectedwerden soll. Funktioniert bislang nur bei FlexNet-Digis und bei
   Netrom-Digis,die Hop-2-Hop-Acknowledgement eingeschaltet haben (via-
   Digipeating).

   Wichtig im :Basic_Definitions-Teil ist, da es in diesem Teil auf die
   genauen Spalten ankommt. Jeders hier aufgezhlte Feld MUSS an der
   angegebenen Spalte anfangen! Anders im What_To_Forward-Teil, wo es
   auf die Leerzeichen zwischen den Feldern ankommt.


   Im Block  What_To_Forward wird  wird explizit angegeben, was geforwardet
   werden soll. Am Anfang der Zeile steht das Rufzeichen der Gegenstation.
   Danach wird angegeben, was geforwardet werden soll. Den einzelnen Feldern
   sind Steuerzeichen vorgestellt. Danach kommt DIREKT der Inhalt des Feldes.
   Die Felder sind mit EINEM Space getrennt:

   Steuerzeichen:
   @ = Verteiler
   & = Rubrik
   . = Hierachisches Feld
   < = Absender (nur logisch, wenn Mails von irgendwelchen Calls nicht
                 geforwardet werden sollen)

   Auerdem gibt es hierbei noch das Pipe-Zeichen '|'. Alles, was vor diesem
   Zeichen steht, wird geforwardet. Alles, was nach diesem Zeichen steht, wird
   vom Forward ausgenommen.

   Ein paar Beispiele:
   DG4IAD @XNET @DPNET @GTNET @MCUT @RNNET @DG4IAD
    -> S&F-Partner heit DG4IAD. Es werden die Verteiler XNET, DPNET, GTNET,
       MCUT, RNNET und DG4IAD geforwardet.

   DB0MW @DB0MW | &M &E &F
    -> S&F-Partner ist DB0MW. Es wird der Verteiler DB0MW geforwardet.
       Die Rubriken M, E und F werden NICHT geforwardet.

   DA1BCD @DA1BCD &DARC &ALLE | @WW @EU
    -> S&F-Partner ist DA1BCD. Es wird der Verteiler DA1BCD und die Rubriken
       DARC und ALLE geforwardet, wenn der Verteiler NICHT @WW oder @EU ist.
       Geforwardet wird z.B. ALLE @ DL, aber nicht ALLE @ EU.

    Sollten hierzu Fragen entstehen, bitte Mail an mich.


   Wenn S&F mit einer DieBox oder BayBox gemacht wird, und hierbei
   MYBBS- und ERASE-Angaben geforwardet werden sollen, mu in Spalte 32
   eine '2' stehen. DieBox und BayBox forwarden ihre MYBBS- und ERASE-
   Informationen mit einem speziellen verkrzten Format. MCUT benutzt es
   auch, wenn die THEBOX-SID benutzt wird.


   S&F-Konfiguration ist eine heikle Angelegenheit. Es _MUSS_ _UNBEDINGT_ mit
   der Gegenstation genau abgesprochen werden, was geforwardet werden soll,
   damit es nicht zu einem Durcheinander kommt. DU bist fr Deine Mailbox
   verantwortlich.
   Bei Fragen hierbei lieber jemanden Fragen als einfach 'rum zu probieren!!!



1.3. TRANSFER:
--------------

   In diesem File kann eingestellt werden, ob Mails automatisch von einer
   in eine andere Rubrik transferiert werden sollen. Dies ist sinnvoll,
   da es eine vielzahl verschiedener Rubriken-Namen gibt, in denen die
   selben Themen diskutiert werden. (z.B. DXNEWS, DX-NEWS, DXNWS etc)
   Die Angaben, die in diesem File stehen, haben KEINEN Einflu auf Mails,
   die mit S&F geforwardet werden. Diese behalten ihren original-Namen.

   Syntax: <Old-Name> <New-Name>

   Beispiel-File:
#### TOF ####
DX-NEWS DXNEWS
DXNWS DXNEWS
#### EOF ####

   Hier wird lokal die Rubrik DXNEWS benutzt, und alle Rubriken, die das
   gleiche Thema haben, LOKAL auf diesen Namen umgestellt. 



1.4 LANGUAGE:
-------------

   In diesem File wird eingestellt, welche Systemsprache eine Station
   hat, die die Mailbox das erste mal connected. Es wird nach dem Rufzeichen
   geguckt. Ein Beispiel:

#### TOF ####
* G
D DL
DA G
#### EOF ####

   Die oberste Zeile mit dem '*' gibt an, das alle Stationen, die
   nicht weiter unten vorkommen, die Sprache 'G' bekommen. Die zweite Zeile
   bedeutet, das Stationen, deren Calls mit 'D' anfangen, mit Deutsch
   angeredet werden. Stationen, die mit 'DA' anfangen, bekommen aber
   trotzdem 'G'. Es wird also von oben nach unten abgearbeitet.

   Hier sollten nur Sprachen eingestellt sein, die auch wirklich im
   Verzeichnis BOX\MSG vorhanden sind!



1.5. CTEXT:
-----------

   In diesem File wird der Connect-Text eingegeben. Ist der eingestellte
   Helplevel 0, wird das File CTEXT.* ausgegeben (* steht fr die aktuelle
   Sprache des Benutzers), ist der Helplevel > 0, wird CTEXT_LG.* gesendet.

   Es sind folgende Makros mglich:

     %L :  Lastlogin-Datum+Zeit
     %M :  Mailbox-Call (ohne SSID)
     %N :  Name des Benutzers
     %U :  Anzahl im Augenblick eingeloggter User
     %D :  Aktuelles Datum
     %H :  Helplevel
     %S :  Systemsprache
     %T :  Aktuelle Zeit


1.6. REJECT.BOX:
----------------

   In MCUT ist eine Hold/Reject-Funktion eingebaut. Die Konfigurierung
   stimmt ungefhr mit der aus der FBB-Software berein.

   Mit dem Befehl 'CHECK -H' werden alle Mails angezeigt, deren Hold-
   Flag gesetzt ist!



1.7. *.PWD:
-----------

   Die MCUT-Mailbox untersttzt Passwort-Geschtzten S&F. Dafr mssen auf
   beiden Rechnern Dateien namens <Gegenstation>.PWD vorhanden sein. Sie
   mssen genau 1620 Zeichen gro sein. Bei beiden Stationen mu der Inhalt
   (logischerweise) gleich sein. Berechnet werden knnen die Files mit dem
   Utility MAKEPWD.

   Das Verfahren ist das gleiche, was auch DieBox verwendet.



1.8. M_FILTER:
--------------

   Beim Programmstart wird kontrolliert, ob eine Datei namens M_FILTER.EXE
   oder M_FILTER.COM vorhanden ist. Existiert sie, wird sie bei jeder
   empfangenen (auch von Usern in die Box eingespielte) Mail aufgerufen.
   Als Parameter wird die Datei, in der die Mail gespeichert wurde, samt
   vollstndigem Pfad bergeben.
   Das Programm kann jetzt dies und das in der Mail berprfen, und
   entscheidet schlielich, ob die Mail ok ist oder nicht. Zurckgegeben
   wird (unter DOS mit ERRORLEVEL abfragbar):
     0, wenn die Mail so OK ist und abgespeichert werden kann
     1, wenn sie erstmal auf HOLD gesetzt werden soll, damit der SysOp sie
        prfen kann
     2, wenn die Mail garnicht erst gespeichert wird, sondern sofort wieder
        gelscht wird.

   Die Grnde knnen jeder Natur sein. MCUT berprft das nicht weiter.



1.9. SERVER.BOX:
----------------

   Die Mailbox untersttzt automatische, frei programmierbare Mailserver.
   (Programmiertechnik: Siehe Anhang 2)
   Kommt eine Mail in einer bestimmten Rubrik an, wird ein Programm aufgerufen,
   was von selbst die Antwort-Mail generiert.
   Konfiguriert wird dies in SERVER.BOX. Die Datei hat folgendes Aussehen
   (Kommentare mit '#'):

#### TOF ####
# FILENAME RUBRK
C:\SERVER\REQFIL.EXE REQFIL
REQDIR.EXE REQDIR
#### EOF ####

   Das Programm, das aufgerufen werden soll, mu sich entweder im Verzeichnis
   BOX\SERVER befinden, oder das Verzeichnis mu mit angegeben werden. Der
   Rest mu das Programm selbst machen (Siehe Anhang 2).




2. SysOp-Kommandos
==================

2.1. BID:
---------
   Syntax: BID [<Fragment/BID>] [-]

   Mit diesem Befehl wird der BID-Pool verwaltet.
   Ohne Parameter wird die Anzahl der vorhandenen BID's ausgegeben.
   Wird ein Parameter angegeben, wird der BID-Pool nach diesem BID-Fragment
   durchsucht und alle BID's, die das Fragment enthalten, werden ausgegeben.
   Wird '-' mitgeben, wird die angegebene BID (KEIN Fragment, nur VOLLSTNDIGE
   BID) aus dem Pool gelscht.



2.2. LISTSF:
------------

   Dieser Befehl ist im SysOp-Modus etwas erweitert. Es werden auch die
   Connect-Zeiten und die Pfade angezeigt.



2.3. LT / LIFETIME:
-------------------

   Syntax: LT <Rubrik> <Nr> [- <Nr>] #<LT>

   Setzt gezielt Lifetimes von Mails. Die Lifetime beim Forward wird hierdurch
   NICHT gendert.



2.4. ACTIVITY:
--------------

  Bei jedem User wird der zuletzt eingegebene Befehl gemerkt. SysOps knnen
  sie sich mit ACTIVITY anzeigen lassen.



2.5. IMPORT:
------------

   MCUT kontrolliert jede Minute, ob im Verzeichnis IMPORT Dateien vorhanden
   sind. Mit dem Befehl IMPORT kann eine kontrolle erzwungen werden.
   Die Files haben folgende Syntax:

   *** TOF - Top of file ***
   S DG6VJ @ DB0MW < DG4IAD
   Titel der Mail

   Text text text
   73
   *** EOF - End of file ***

   Hierbei wird allerdings weder der S&F-Header (R: - Zeile), noch die
   'From:' und die 'To:' - Zeile eingefgt. Sollte das sein mssen, bitte
   in der Mailbox 'S DG6VJ @ DB0MW' eingeben und das zu bertragende File
   mit  Datei | File senden  bertragen.



2.6. SF:
--------

   Hiermit kann per Hand eine S&F-Session angestoen werden.
   (Syntax: SF <Call>)

   Auerdem kann mit SF LIST eine Liste der Mails angezeigt werden, die
   per S&F verschickt werden. Mit SF DEL <Nr> kann eine Mail gelscht
   werden.
   Mit SF ALL wird in BOX.SF geguckt, an welche Stationen geforwardet
   werden soll (Zeit etc). Dieser Befehl mu in CRONTAB.MCT im MCUT-
   Verzeichnis stehen, wenn automatisch Forward angestoen werden soll.



2.7. GARBAGE:
-------------

   Mit diesem Kommando wird eine komplexe Routine aufgerufen, die die Mailbox
   aufrumt. Sie ist noch nicht ganz fertig, die Nummern im CHECK-File oder
   die Lifetimes werden unter anderem noch nicht aktualisiert. Diese Routine
   sollte aufgerufen werden, wenn gelschte Mails berhand nehmen, SFLISTE
   zu gro wird (und SF LIST nur ganz wenig Mails anzeigt) etc...


2.8. LISTREJECT:
----------------

   Dieses Kommando zeigt die im RAM stehenden Eintrge aus REJECT.BOX an.
   Format wie in REJECT.BOX selbst. (siehe REJECT.BOX)


2.9. CHECK:
-----------

   Im SysOp-Modus existiert der Parameter -H. Hiermit wird das GANZE
   Check-File durchsucht, und ALLE Mails angezeigt, deren Hold-Flag gesetzt
   ist. Bei groen Check-Files kann das lnger dauern!


2.10. NOHOLD:
-------------

   Sind Mails als Hold markiert, knnen sie mit diesem Befehl wieder als
   "normal" markiert werden.


2.11. NOSYSOP:
--------------

   Das SysOp-Flag lt sich hiermit lschen. So kann man auch ber die
   Konsole als normaler User einloggen.


2.12. RELOAD:
-------------

   Wenn whrend des Betriebs etwas an den System-Files gendert wurde,
   knnen sie mit diesem Befehl neu eingelesen werden.

   Parameter: SF | SERVER | REJECT | INIT | DIR | ALL




3. User-Kommandos:
==================

   Hier werden nicht alle Befehle beschrieben. LIST,READ,SEND,ERASE werden
   als bekannt vorrausgesetzt. Informationen hierzu knnen aus den Help-
   Files der Mailbox fr die User ersehen werden.



4. Infos ber Store & Forward:
==============================


4.2. M/E-Mail-Forwarding mit DieBox/BayBox-Stationen:
-----------------------------------------------------

   Sollen die M- und E-Mails an BayBox/DieBox-Stationen geforwardet werden,
   mu dafr in BOX.SF bei der benutzten SID '2' (THEBOX-SID) eingetragen
   werden, da BayBox und DieBox ein verkrztes Format benutzen:

   S M @ THEBOX < <Call> $BULLID <Mailbox> <Unix-Time> CTRL-Z
   bzw.
   S E @ THEBOX < <Call> $BULLID <Erase-BID> CTRL-Z

   Der Verteiler wird aus BOX.CFG genommen.
   Auerdem mu die BID der Gegenstation mit [THEBOX oder [BAYCOM anfangen.


4.3. MCUT Mailbox-Autorouter:
-----------------------------

   Der Autorouter holt sich seine Informationen aus den R: - Zeilen der
   Mails. Es werden jeweils die 3 schnellsten Routen und ein paar statistische
   Informationen gespeichert.
   Er tritt in Funktion, wenn in BOX.SF kein expliziter Eintrag fr eine
   Gegenstation existiert. Wenn auch kein Eintrag im Autorouter vorkommt,
   wird versucht, hierachisch zu Routen.
   Die Informationen des Autorouters lassen sich mit dem 'BBS'- Befehl
   abrufen. ('FIND' hat genau die gleiche Funktion.)




5. Betrieb:
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5.1. Andere System-Sprachen:
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   MCuT hat keine Begrenzung der Sprachen, die maximal vorhanden sein
   drfen. Fr jede Sprache sind folgende Files im MSG-Verzeichnis ntig:

      - MESSAGES.*  Hier werden die System-Texte der Mailbox gespeichert.
      - CTEXT.*  Hier steht der Connect-Text einer Station drin, die den
        Helplevel 0 hat.
      - CTEXT_LG.*  Langer Connect-Text, wenn eine Station den Helplevel 0
        oder 1 hat.
      - NO_DB0.*  Dieser Text wird gesendet, wenn keine DB0-Stationen als
        MYBBS zugelassen werden, der User aber MYBBS DB0... eingegeben hat.

   Dabei bedeutet das '*' jeweils die Kurzbezeichnung der Sprache (bis zu
   3 Zeichen). Es existiert ein Programm, mit dem Textfiles in MESSAGES.*
   umgewandelt werden knnen. Bei diesem Textfile ist die Reihenfolge der
   Zeilen wichtig. Nhere Informationen (z.B. die deutschen System-Texte
   als Klartext-File) gibt es bei Jochen, DG6VJ.



ANHANG 1: Datenstrukturen
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   Noch nicht drinnen...





ANHANG 2: Wie programmiere ich einen Server?
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   MCuT untersttzt Mailserver. Sie werden in der Datei SERVER.BOX im
   Mailbox-Verzeichnis angegeben. Wenn eine Mail an eine in SERVER.BOX
   eingetragene Rubrik ankommt, wird der die dazu gehrige Datei aufgerufen.
   Informationen erhlt sie ber einen Pointer, der in der als Parameter
   bergeben wird. In der Form: "SEGMENT OFFSET", also mit einem SPACE
   getrennt. Der Pointer zeigt auf ein Datenfeld, das das folgende Aussehen
   hat:

TYPE pServerUebergabe = ^tServerUebergabe;
     tServerUebergabe = RECORD
       Filename: STRING[80];    {Dateiname des Files auf der Platte.
                                 Alle Angaben wie Absender, Verteiler
                                 etc knnen aus dem Header dieses Files
                                 entnommen werden. Einfach mal ins
                                 Verzeichnis BOX\USER\ oder BOX\INFO\
                                 gucken.}
       BoxCall: STRING[6];      {Rufzeichen der eigenen Box (ohne SSID)}
       BoxPath: STRING;         {Pfad zur Mailbox-Root}
     END;


   Weitere Felder werden einfach unten angehngt, so bleibt die Abwrts-
   kompatibilitt erhalten. Sollten fr weitere Projekte noch andere
   Informationen bentigt werden: Einfach eine Mail an DG6VJ@DB0EA, ich
   werde dann diesen Record erweitern.

   Das Server-Programm wertet die Informationen aus, und veranlasst das
   notwendige (z.B. eine Antwortmail in das IMPORT-Verzeichnis schreiben
   oder oder oder).

   Als Rckgabe an MCuT wird ein errorcode bergeben. (In Pascal mit dem
   Befehl "Halt(errorcode)".
     0 = Mail nicht lschen
     1 = Mail lschen (Wenn nur der Server die Datei braucht, z.B. fr
         REQDIR oder so)

   Das wars eigentlich schon. Als Beispiel ist das Programm BSPSERV.PAS
   angefgt. Zum Aufrufen mu es in REQTEST.PAS umbenannt und compiliert
   werden.

   Ich wrde mich freuen, wenn ich von jedem neu programmierten Server eine
   Version in meinem Userfile bei DB0EA finden wrde.


