MCUT 0.99/1.0 (c) dg4iad,dg6vj,dg4mmi

MCUT.FAQ V0.3 (c) 1996 dg4iad

Frequently asked Questions -
Hufig gestellte Fragen zu MCUT und die dazugehrigen Anworten.


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(1)
F: Ich finde die Dokumentation zu MCUT nirgends, hast Du vergessen, sie
   miteinzuspielen?

A: Tsia, die kannst du nicht finden, da sie nicht existiert.
   Dokumentieren ist  etwas,  das  jeder  Programmierer  hasst, und sehr
   lange vor sich herschiebt.  Das geht mir genauso, ich habe schon sehr
   oft angefangen, eine Dokumentation zu schreiben, habe  es  dann  aber
   irgendwo   kurz   hinter   dem   Abschnitt  "Hardware  Anforderungen"
   aufgegeben.
   Deswegen beginne ich jetzt mit  diesem  FAQ, der nie den Anspruch auf
   Vollstndigkeit erheben muss, wie eine  Dokumentation  und  jederzeit
   erweitert werden kann.
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(2)
F: Wie wird MCUT installiert, welche Verzeichnisse muss ich anlegen und
   welche Dateien bearbeiten?

A: MCUT  richtet  sich weitgehend selbst ein.  Die Dateien MCUT.EXE und
   MCUT.OVR mssen  in  ein  neues  Verzeichnis  kopiert werden.  Danach
   einfach  MCUT.EXE starten.

   MCUT fragt lediglich nach dem Rufzeichen fr  Terminal,  Mailbox  und
   Convers  und  legt  alle  bentigten  Unterverzeichnisse  und Dateien
   selbst an.

   Wenn man ein TNC verwendet, ist etwas mehr einzustellen (siehe 3).
   Zur Bedeutung der Unterverzeichnisse siehe (4).
   Zu den Connect-/Info-Texten siehe (5).
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(3)
F: Ich verwende ein TNC2  an  einer  seriellen Schnittstelle, was ist zu
   beachten?

A: Wenn das TNC an COM1 oder COM2 angeschlossen ist, gengt es  meistens
   den  COM-Port  und  die  Baudrate  direkt in MCUT einzustellen.  Beim
   ersten  Start  fragt  MCUT  explizit  danach,  wenn  kein resistenter
   Treiber gefunden wurde.
   Ist das TNC  an  einer  Schnittstelle  mit  ungewhnlichem  IRQ  oder
   ungewhnlicher  Port-Adresse  angeschlossen,  so  ist es erforderlich
   MCUT zunchst einmal zu  beenden.   Es  wird  dann die Datei MCUT.CFG
   geschrieben (siehe (?)).  Dort findet man im  Abschnitt  :packet  die
   Zeilen:
   interrupt=
   port_adr=
   Hier  ist  der IRQ und die Portadresse der Schnittstelle einzutragen.
   Bei Hexadezimalzahlen ist ein $ vorranzustellen, z.b.
   port_adr=$2e8.
   Es hat sich herausgestellt, da MCUT oft die TNC nicht gescheit
   ansprechen kann. Ich wei nicht warum. Ich werde es auch nicht
   ndern. Oft hilft es GP oder SP vorher kurz zu laden.
   Benutzt FlexNet.

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(4)
F: MCUT hat  eine  Menge  Unterverzeichnisse angelegt, welche Funktionen
   haben diese, und wie kann ich sie verlegen/umbenennen?

A: Ich  liste  einfach  die   Unterverzeichnisse   mit   einer   kurzen
   Beschreibung auf:
   SAVE\           Hier werden mitgespeicherte PR-Verbindungen abgelegt
   7PLUS\          Alle Dateien, die MCUT automatisch abspeichert, z.b.
                   7PLUS,Autobin,go_info etc
   LOGS\           Fr jeden Monat legt MCUT eine Logdatei an, in der alle
                   Verbindungen vermerkt werden.
   TEXTE\          Hier sind Textdateien abgelegt, die das Terminal bei
                   bestimmten Ereignissen aussendet. siehe auch (5).
   REMOTE\         Auf dieses Verzeichnis haben Fremde ber PR Zugriff,
                   sowohl schreibend als such lesend.  Ebenso auf alle
                   Unterverzeichnisse von REMOTE\. (Vorsicht!)
   RUN\            Hier abgelegte COM und EXE Dateien knnen von jedem
                   ber Packet-Radio ausgefhrt werden. Sie mssen auf
                   die Standard-Ausgabe schreiben und drfen nicht auf
                   Tastatur-Eingaben warten. (auch hier: Vorsicht!)
   TEMP\           In diesem Verzeichnis legt MCUT Arbeitsdateien ab, sein
                   Inhalt wird bei Programmende wieder gelscht.     
   HELP\           In diesem Verzeichnis liegen die *.HLP dateien fr
                   die Online-Hilfe.
   BOX\            Dies ist ein ganzer Directory-Baum, der alles enthlt,  
                   was mit der Box zu tun hat.
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(5)                   
F: Wie ndere ich den Connect-Text?
   Was sind das fr Dateien in TEXTE\ ?

A: Im Unterverzeichnis TEXTE\*.* liegen verschiedene Dateien, die von
   MCUT zu bestimmten Ereignissen ausgesendet werden:
   CTEXT                         Bei einem eintreffenden Connect
   QTEXT                         Beim Ausloggen mit //Q
   INFO                          Beim Aufrufen der Stationsinfo mit //I
   HELP                          Die Hilfedatei bei //H
   RUNINFO                       Beim Aufrufen von //RUN ohne Programmname
   F1,F2,..,F10                  werden ausgesendet, wenn die Kombination 
                                 STRG-Funktionstaste gedrckt wurde.
   In diesen Dateien werden "Makros" expandiert, siehe (6)
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(6)
F: Welche Textmakros ersetzt MCUT ?
   Wo kann ich diese einsetzen ?
 
A: Alle Textmakros beginnen mit einem %, gefolgt von einem weiteren
   Zeichen.  Diese  beiden  Zeichen  werden  dann  whrend des Betriebes
   durch einen anderen String ersetzt.
   
   MCUT expandiert folgendes Makros:
   %%              das Zeichen %
   %1              Die Systemauslastung (nicht sehr aussagekraeftig...)
   %2              Die Zeit seit Programmstart
   %3              Das Netzwerk der Gegenstation (siehe Autorouter)
   %4              Der (gespeicherte) Einstieg der Gegenstation.
   %5              Der Typ der Gegenstation (eine Zahl)
                       0 noch nicht erkannt
                       1 FlexNet
                       2 BayCom Mailbox
                       3 nicht belegt
                       4 DieBox
                       5 DPBox
                       6 F6FBB
                       7 MCuT-Mailbox
                       8 nicht belegt
                       9 DX-Cluster
   %6              Der Connect-Pfad (bei ausgehenden connects)
   %7              Der MaxFrame fr den Kanal
   %8              Die PacLen fr den Kanal
   %9              Anzahl Bytes in der Sende-Queue
   %>              Die gesendeten KBytes
   %<              Die empfangenen KBytes
   %_              Ein Zeilenvorschub (CR)
   %U              Anzahl der derzeit mit dem Terminal verbundenen User
   %M              Das Terminal-Mycall
   %C              Das Call der Gegenstation
   %V              Versionsnummer der Software
   %N              Name der Gegenstation, wenn unbekannt Rufzeichen
   %T              Aktuelle Uhrzeit
   %D              Datum
   %K              Kanalnummer
         
   Die Makros werden bei allen Texten im TEXTE\ Verzeichnis und beim
   Prompt ersetzt.
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(6)
F: Wie whle ich einen Kanal grsser 10 ?

A: Wie man wohl intuitiv festgestellt hat, werden die Kanle ber die
   Funktionstasten angewhlt.  Drckt man die Funktionstaste des Kanals,
   auf dem man sich bereits befindet, so landet  man  10  Kanle  weiter
   oben.    Vorrausgesetzt   natrlich,   man   hat   soviele  Terminals
   eingerichtet. siehe (7)
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(7)
F: Was ist der Unterschied zwischen tfchannels= und max_terminal=
   in der MCUT.CFG.
   
A: max_terminal= bezeichnet die Anzahl der Terminals (das ist das, was
   sich mit den Funktionstasten anwhlen lsst).
   MCUT reduziert diesen  Wert  automatisch,  wenn  nicht genug Speicher
   vorhanden sein sollte.
   Voreinstellung ist 10  bei  PC/FlexNet,  man  kann  sich aber je nach
   Speicher   mehr   oder   weniger   anlegen.    Theoretischer   (nicht
   erreichbarer) Grenzwert ist 250.  Unter  PC/FlexNet  sind  dann  auch
   soviele parallele Verbindungen mglich.
   Bei TheFirmware wird versucht soviele Terminals  anzulegen,  wie  das
   TNC Kanle hat.
   tfchannels  sind  die tatschlichen Kanle des TNC.  Unter PC/FlexNet
   wird dieser Wert ignoriert.
   Wenn tfchannels grsser als max_terminal ist, kann es passieren, da
   Connects  eintreffen,  die  man  nicht mehr erreichen kann.  Es macht
   aber trotzdem Sinn, wenn eine Mailbox betrieben wird.  In diesem Fall
   werden in der Regel 1/4  der Kanle mit dem Mailboxrufzeichen belegt.
   Auf  diesen  sind  dann  nicht   notwendigerweise   Scrollback-Puffer
   notwendig.
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(8)
F: Wie baue ich eine Verbindung auf und wie beende ich sie wieder ?
   Wie kann ich mich zum Test selbst connecten ?
   
A: Dazu  gibt es die Befehle :connect und :disconnect (abkrzbar mit :c
   und :d).  Da ich fr  den FAQ bereits PR-Erfahrung vorraussetze, gehe
   ich darauf nicht weiter ein.
   
   Einen Sonderfall stellt der Selbst-Connect dar. Dieser luft bei MCUT
   komplett  intern  ab.   Es  ist  *nicht*   ntig,   sich   ber   den
   Einstiegsdigi selbt zu connecten. Der Selbst-Connect erfolgt ber das
   Men  "Channel"  oder den Befehl :term fr das Terminal, bzw :box fr
   die Box.
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(9)
F: Wie kann ich empfangene Daten abspeichern ?

A: Wenn es sich um reinen Text (Mailbox-Mitschrift u..) handelt, so
   kann man ein Save-File ffnen. Das geht entweder ber den Menpunkt
   File|receive File, oder den Befehl :rtext.
   
   Wird kein Pfad angegeben, so landet die Datei im Save-Verzeichnis.
   Existiert  die  Datei  bereits,  so  kann  man  whlen  ob  die Datei
   berschrieben oder die neuen Daten angehngt werden sollen.
   
   Mchte man diese Abfrage umgehen, so kann man hinter  dem  Dateinamen
   durch  ein  Space  getrennt  ein !  fr berschreiben, oder ein + zum
   Anhngen angeben.

   Die Datei wird durch erneuten Aufruf von File|receive oder :rt wieder
   geschlossen.

   Um  Binre  Dateien  (gepackte  Dateien,  Programme,  Bilder  etc) zu
   bertragen, ist das Autobin oder 7PLUS Verfahren zu verwenden.  Siehe
   (11).
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(10)
F: Wie sende ich Textdateien?

A: Entweder ber den Menpunkt File|Send oder den Befehl :stext.
   Zu erwhnen ist, da MCUT die zu sendenden Daten und Files  in  einer
   gemeinsamen Warteschlange verwaltet werden. Es knnen also mehrere
   Aufrufe   von   :stext   nacheinander   erfolgen,  die  Files  werden
   nacheinander ausgesendet.   Ebenso  knnen  zwischen  den  Files noch
   normale Daten eingegeben werden.
   Beispiel:
     S MCUT @ DB0AIS
     MCUT.p01/3
     :st uploads\mcut.p01
     NNNN
     S MCUT @ DB0AIS
     MCUT.p02/3
     :st uploads\mcut.p02
     NNNN
     S MCUT @ DB0AIS
     MCUT.p03/3
     :st uploads\mcut.p03
     NNNN
     PS
     Q
   Das kann unmittelbar hintereinander eingegeben werden, MCUT sendet es
   dann in der richtigen Reihenfolge.
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(11)
F: Wie sende und empfange ich 7plus Dateien?

A: Binrdateien  knnen  entweder  mittels  Autobin  oder   mit   7Plus
   bertragen werden.  Bei 7Plus verweise ich hier auf [1].

   7PLUS-Dateien sind so wie normale Text-Dateien zu versenden (10).

   Beim  Empfang  werden 7plus-Dateien automatisch im 7PLUS\ Verzeichnis
   abgespeichert. Existierende Dateien werden dabei berschrieben.
   COR und ERR dateien werden ebenso gespeichert.
   Das  automatische  Abspeichern  erfolgt  nur, wenn "autosave" fr die
   Gegenstation aktiviert ist. In den meisten Fllen erkennt MCUT den
   System-Typ der Gegenstation selbst, und stellt sich entsprechend ein.
   Siehe (:EUSER)
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(12)
F: Wie versende/empfange ich Dateien mittels Autobin ?

A: Zum  Versenden  gibt  es  den  Menpunkt  File|Autobin  TX  und  den
   gleichbedeutenden :sbin Befehl.

   Im  AutoBin-Dateien  werden  ebenfalls  in  gequeued,   whrend   des
   Transfers eingegebener Text wird nach dem Binrfile ausgesendet.
   Autobin-Talk (von SP/GP) wird *nicht* untersttzt.

   Das  Abspeichern  von  AutoBIN-Dateien  erfolgt  selbstttig,  sofern
   Autosave fr die Gegenstation  aktiv  ist,  und  die Datei noch nicht
   existiert. Die Dateien landen ebenfalls in 7PLUS\*.*.

   Ist ein anderer Dateiname gewnscht, oder ein anderes Verzeichnis, so
   kann man den Autobin-Empfang auch manuell mit  File|Autobin  RX  oder
   dem Befehl :rbin einleiten

   Eine laufende bertragung kann mit :abort unterbrochen werden.
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(13)
F: Ich  habe  das  Gefhl,  da  MCUT  viel  mehr  ESC-Befehle hat, als
   Menpunkte. Unterschlgst Du uns die Hlfte der Funktionen ;-) ?

A: Naja, nicht ganz.   Ich  habe  vor,  die  Befehle  die noch nicht als
   Menpunkte verfgbar sind, dort auch noch einzubauen.  Allerdings ist
   es Aufwendiger einen Menpunkt zu programmieren, als  einen  :befehl,
   und da ich faul bin, sollte sich herumgesprochen haben, hi.

   Deshalb fasse ich hier mal alle verfgbaren : Befehle zusammen:

     'CONNECT'
     'DISCONNECT'
     'MYCALL'                            ndert das mycall fr den kanal
     'FRACK'                             siehe [2]
     'MHEARD'                            noch nicht verfgbar
     'STAMP'                             siehe [2]
     'MONITOR'                           Monitor-Einstellung, siehe (14)
     'RETRY'                             siehe [2]
     'MAXFRAME'                          siehe [2]
     'PERSIST'                           siehe [2]
     'TXDELAY'                           siehe [2]
     'PTT'                               siehe [2]
     'WAIT'                              siehe [2]
     'RESPTIME'                          siehe [2]
     'CHECK'                             siehe [2]
     'RTEXT'                             siehe (9)
     'STEXT'                             siehe (10)
     'RBIN'                              siehe (14)
     'SBIN'                              siehe (14)
     'NAME'                              Name der Gegenstation eintragen
     'CALL'                              Call der Gegenstation ndern
     'BOX'                               Box connecten (8)
     'COMPRESS' ON/OFF                   Huffman-Kompression an/aus
     'EUSER'                             Userdaten bearbeiten
     'QUIT'                              MCUT beenden.
                                         :QUIT !  ohne Abfrage
     'ACONNECT'                          Connect mit Autorouter
     'TNC'                               WA8DED-Befehl durchreichen
     'PREFIX'                            Definiert Text, der jeweils an
                                         den Zeilenanfang angefgt wird.
     'ABORT'                             Bricht Transfer ab
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(14)
F: Wie kann ich automatisch ein Passwort erzeugen ?

A: MCUT kann viererlei Passworte erzeugen:

         BayBox, FlexNet, DieBox  und DPBox-MD2

   Passworte vom Typ BayBox (darunter fllt auch DPBox und MCUT) sowie
   FlexNet mssen in der Datei PASSWD.MCT abgelegt in folgendem Format
   abgelegt sein:
   CALL=PASSWORD
   Fr jedes Passwort ist eine Zeile anzugeben.
   Das Call muss mit SSID angegeben werden.
   Fr MD2 gilt das selbe. Einfach bei der DPBox "MD2" statt "SYS"
   verwenden, MCUT merkt das selbst. MD2.EXE muss vorhanden sein.

   DieBox-Passworte mssen im einzeiligen Format im MCUT-Verzeichnis
   in  einer  Datei  namens  <CALL>.PWD  abgelegt sein.  Hier allerdings
   *ohne* SSID.

   Das Passwort wird  ber  den  Menpunkt Channel|Password erzeugt.  Es
   wird  im  Vorschreib-Puffer  abgelegt  und  kann  mit  einem   Return
   abgesendet werden.
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(15)
F: Gibt es bei MCUT einen Bildchirmschoner ?

A: Seit Version 0.99 R1 ja, dazu ist der Wert von crtsave= in der
   MCUT.CFG auf die Anzahl der  Minuten  zu setzen, die nach dem letzten
   Tastendruck vergangen sein sollen, ehe der Bildschirm gelscht wird.
   Der Wert 0 schaltet den Screensaver ab.
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(16)
F: Die Systemuhr meines Rechners ist auf Lokalzeit gestellt, in den LOGS
   sollte aber UTC erscheinen.  Wir kann ich bei MCUT den Unterschied zu
   UTC einstellen?

A: Dazu  gibt  es  die  Option  utcoffset  im  Abschnitt  :terminal  der
   MCUT.CFG.   Hier  sind  die  Stunden  anzugeben,  die  MCUT  auf  die
   Systemzeit addieren soll. In unseren Breiten ist das -1 im Winter und
   -2 im Sommer. Diese Einstellung gilt auch fr die Mailbox.
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(17)
F: Hat MCUT einen Autorouter (Auto-Connecter)?
   Wenn ja, wie funktioniert er?

A: Ja,  MCUT hat einen Autoconnecter.  (Unter Router verstehe ich etwas
   anderes).  Dazu habe ich  in  der  Update-Information zur Version 0.99
   etwas geschrieben, das fge ich hier mal ein:

   Der Auto-Connecter funktioniert jetzt auch beim Aufbau von
   S&F-Verbindungen. Allerdings ist er mit Sicherheit etwas gewhnungs
   bedrftig, da ich damit ursprnglich einen neuen Ansatz verfolgt habe,
   aber das jetzt nicht weiterverfolgt habe. Trotzallem sollte es zumindest
   funktionieren.

   Also, die Grundidee war, da es ja verschiedene zusammenhngende
   Netzwerke gibt innerhalb denen das Routing bereits vom Netz bernommen
   wird. Die Idee lag jetzt darin, zu jedem Ziel, da man Connecten mchte nur
   2 Dinge angeben muss: Der Einstiegs-Digi und das Netzwerk in dem der
   Einstieg liegt. Dazu definiert man sich fr jedes Netzwerk Scripts, die
   den Connect dorthin vollfhren.

   Diese Scripts werden in der Datei NETWORKS.MCT abgelegt. Dabei wird
   jedes Netzwerk mit einem
   #define <name>
   eingeleitet.
   Danach kommt der L2-Pfad frs TNC bzw PC/FlexNet. Er wird mit \
   eingeleitet und enthlt keinen "C"-Befehl am Anfang. z.B. einfach:
   \DB0ODW
   Danach werden fr jeden Connect-Schritt, die positiven und negativen
   Statusmeldungen angeben. Soll heien, die Strings die der Digi bei einem
   Connect, bzw einer Failure zurckgibt. Erstere werden durch ein +
   bezeichnet, letzterer durch -. Beispiel:
   +Connected to
   -failure with
   Der eigentliche Connect-Befehl wird dann durch ein ! eingeleitet.
   !C DB0XYZ
   In diesen Connect-Zeilen, drfen die Makros %%ENTRY und %%USER
   eingesetzt werden, die MCUT dann durch das Call des Einstiegsdigis, bzw
   des Users, der connected werden soll, ersetzt.
   Anschliessend werde ich meine NETWORKS.MCT als Beispiel einspielen.

   Hat man sich mal die wichtigsten Subnetze definiert, ist der Rest
   einfach:
   In der BOX.SF, da wo normal der L2-Pfad steht, am Ende der Zeilen
   im abschnitt :Basic_definitions, wird das Zielcall, der einstiegsdigi
   und das Netzwerk durch Space getrennt angegeben. Eingeleitet durch ein
   !. auch hier ein Beispiel:
   !DB0DJ-5 DB0DJ TNN

   Beim Terminal gibt es den :aconnect Befehl, der ganz hnlich
   funktioniert.
   Beispiel
   :a dg6vj db0ea flxnet
   oder, wenn man fr DG6VJ mittels :EUSER oder Channel|User Settings
   schon den Einstieg und das Netzwerk eingetragen hat:
   :a dg6vj

   Ich  gebe  zu,  das  ist  alles  etwas  kompliziert,  aber  es sollte
   funktionieren ;)

   Im zweifelsfalle einfach die mitgelieferte NETWORKS.MCT anpassen,
   oder mich nerven, bis ich eine bessere Anleitung geschrieben habe.
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(18)
F: Gibt es bei MCUT einen Umlautwandler und wie funktioniert er?

A: Ja, es gibt einen Umlautwandler,  allerdings ist es eher ein Hack, da
   ich mal dringend darum gebeten wurde, aber selbst  die  Notwendigkeit
   nicht sehe. MCUT benutzt normal den ASCII (IBM) Zeichensatz von DOS.
   Dieser  ist  zwar eigentlich kein Standard mehr, hat sich (in DL) auf
   Packet aber scheinbar durchgesetzt.  Auch Windows-Programme wie WinGT
   verwenden ihn.

   MCUT  bietet   die   Mglichkeit   sich   selbst  Wandel-Tabellen  zu
   definieren.  Dies geschieht mittels des Schlsselwortes defumlaut= im
   Abschnitt :terminal der MCUT.CFG.  Die  Syntax  ist  (wenn  ich  mich
   recht erinnere, hi):
   defumlaut=beschreibung;code1:umwandlung1,code2:umwandlung2,....
   z.b.
   defumlaut=irgend ein unsinn;13:32,32:13,
   das  wrde  alle  Spaces durch CRs ersetzen und umgekehrt.  Ich liebe
   praxisbezogene Beispiele ;)

   Den   Wandler   knnt    ihr    dann    innerhalb   von   MCUT   ber
   Channel|Umlautwandler (oder wars Charset?) auswhlen.

   Achja,   vordefiniert   ist   nur   die   1:1  wandlung....   (Arbeit
   abschieben... )
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(19)
F: Kann ich irgendwie die Tastatur-Belegung ndern ?

A: Ja, MCUT besitzt eine Makro-Funktion.
   Um den Makro-Recorder zu aktivieren, msst ihr beide SHIFT-Tasten
   gleichzeitig drcken. MCUT quittiert das mit einem Doppel-Pieps.
   Danach speichert MCUT  (fast)  jede  Taste  die  ihr drckt.  Auch im
   Men, der Hilfe oder dem Editor.
   Wenn ihr nochmal SHIFT-SHIFT drckt, wird die Aufnahme  beendet,  und
   MCUT fragt, welche Taste ihr mit dem Makro belegen wollt.  ESC bricht
   die Geschichte ab.

   Wenn  ab  diesem  Zeitpunkt  die  ensprechende  Taste (n-Kombination)
   gedrckt wird, wird das abgespielt, was ihr aufgenommen habt.

   Ein Makro kann maximal 128 Tastendrcke enthalten.
   Um Standard-Texte auszusenden empfehle  ich die STRG-F-Tasten Dateien
   im TEXTE\ Verzeichnis.
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(20)
F: Irgendwie bin ich aus dem Editor ausgestiegen, ohne ihn  zu  beenden.
   Wie komme ich wieder an meine Datei?

A: Du  hast  im  Editor F10 gedrckt.  MCUT behlt das bearbeitete File
   dann im Speicher,  kehrt  aber  vorrbergehend in den Terminalbetrieb
   zurck.  ber  File|Edit  kommt  ihr  wieder  dahin  zurck,  wo  ihr
   aufgehrt habt.
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(21)
F: MCUT  kann  Programme  im  Verzeichnis  RUN\  ber  den //RUN Befehl
   ausfhren, geht das mit jedem Programm?

A: Nein, das Programm muss  auf  die Standard-Ausgabe schreiben und darf
   nicht auf Tastatur-Eingaben warten. Ausserdem sollte das Programm
   ungefhrlich sein, weil  der  //RUN  Befehl  per  Default  fr  jeden
   zugnglich ist.
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(22)
F: Mein Mailbox-Sysop hat mir gesagt, da ich unbedingt meine Remotes
   abschalten soll, wenn ich die Mailbox connecte.  Wie geht das bei MCUT?

A: Du kannst ber Channel|User Settings oder mit dem Befehl
   :EUSER <call> remote 0
   *alle* Remotes fr ein bestimmtes Rufzeichen abschalten.

   Normal ist das aber nicht notwendig, da MCUT die gngigsten Mailboxen
   erkennt  und  den  gefhrlichen  ECHO-Befehl  abschaltet.  Ab 0.99 R2
   werden auch alle anderen Remotes ausser //COMPRESS abgeschaltet.

   Dieser   sollte   frei   bleiben,   damit   man   in   der   BBS  die
   Huffman-Komprimierung aktivieren kann.
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(23)
F: Wie kann ich mein TNC parametrisieren?
   Warum  sendet  MCUT  vor  dem  eigentlichen  CTEXT  immer   "Terminal
   offline", oder hnliches ?

A: Whrend  des Betriebes kann man die Parameter ber einige der in [2]
   beschriebenen Befehle einstellen. Diese methode hat den Vorteil, da
   diese   Befehle   zumindest   lesenderweise   auch   bei   PC/FlexNet
   funktionieren.

   Die  zweite  Methode  ist,   die   Parameter   mit  dem  :TNC  Befehl
   einzustellen, die Befehle dazu entnehme man [3].

   Um bestimmte Parametrisierungen bei jedem Programmstart  vorzunehmen,
   gibt es die Schlsselworte tncini= und tncdei= im Abschnitt :packet
   der MCUT.CFG.
   Mit  tncini=  lassen  sich WA8DED Befehle angeben, die beim Start von
   MCUT ans TNC gesendet  werden  sollen,  und  mit tncdei= Befehle, die
   beim Programmende ausgefhrt werden sollen.
   Das ganze funktioniert nicht unter PCF.
   Es knnen beliebig viele dieser Zeilen angegeben werden (bzw bis  der
   RAM ausgeht ;)

   Um  den  Effekt  zu  vermeiden,  der in der zweiten Frage dargestellt
   wurde, ist die Zeile tncini= u 0 einzufgen.
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(24)
F: Ich moechte groessere Puffer zum Rckblttern, wo kann ich das
   einstellen ?

A: Dazu dient die Zeile QSOBufSizes= in der MCUT.CFG, hier wird
   hintereinander die Groesse in KB fuer jeden Kanal angegeben, durch
   Kommata getrennt.
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(25)
F: Ich habe folgendes Problem: Mein Digi besitzt eine Mailbox mit dem
   selben Rufzeichen wie der Digi, aber anderem SSID. Wie bringe ich
   MCUT bei, beim Digi Connect-Meldungen auszuwerten, und bei der Mailbox
   nicht ?

A: Bei den gelufigen MailBox und Digi Systemen sollte MCUT selbst
   erkennen, ob connect-meldungen vorkommen drfen, oder nicht.
   Wenn man das explizit eintragen moechte, kann man die Option "Save
   Call with SSID" im Dialog Channel|User Settings anwhlen. Normalerweise
   sollte dann die Mailbox seperat gespeichert werden. Allerdings faellt
   diese Funktion noch unter "Known Bugs", es funktioniert nicht immer
   einwandfrei.
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(26)
F: Die Mailbox steigt mit einem Runerror 201 aus, wenn ich mich mit
   :box reinconnecten will.

A: Vermutlich ist der Hashindex auf die Userdaten inkonsistent
   geworden. Abhilfe: MCUT beenden, BOX\USERHASH lschen, MCUT
   starten.
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(27)
F: Der Editor ist schlecht.

A: ja.
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(28)
F: Wenn ich Nachrichten auslese, die PGP-signiert sind, erscheint
   immer ein leerer Bildschirm mit der Aufforderung eine Taste zu
   drcken. Was kann ich dagegen tun?

A: PGP-Doku lesen, PGP richtig installieren, MCUT mit START.BAT
   aufrufen.
   oder: PGP|Options|Check signatures abschalten.
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(29)

F: Wo bekomme ich *.HLP Dateien her?
   Warum bekomme ich *.HLP oder *.HLX Dateien nicht angezeigt?

A: HLX-Dateien sollte jeder DP/Atari user haben, am besten dort
   nachfragen. Diese mit HLXLZH entpacken, nach help\ kopieren
   und makeidx <dateiname> aufrufen.
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(30)
F: Ich moechte PGP einsetzen, was ist zu tun?

A: 1. PGP Doku 1+2 lesen. ([4] und [5])
   2. PGP Dokus nochmal lesen.
   3. Eine Nacht darber schlafen.
   4. Zumindest teil 1 nochmal lesen.
   5. PGP entsprechend Anleitung installieren.
   6. TZ und PGPPATH in AUTOEXEC.BAT eintragen und ggf rebooten.
   7. MCUT mittels start.bat starten.
   8. Mit PGP|Generate Key Pair einen PK erzeugen. Hierbei entweder
      keine Passphrase verwenden (ich weiss, gefhrlich) oder diese
      vor dem Start von MCUT als umgebungsvariable setzen. (PGP DOKU!)
   9. S&F zur naechsten DPBox/BayBox einrichten. (s. MAILBOX.TXT).
  10. Public Key mittels PGP|Mail/Post a Public Key verteilen. (ggf sf
      starten).
  11. PGP|options alle einschalten.
  12. Mails im MCUT-Editor schreiben, und mit F5 per s&f verschicken.
      Dabei "add signature" aktivieren.
  13. Zur Auffrischung mal wieder PGP Doku lesen :-)
  14. Fragen und Flames in Rubrik PGP oder an mich.



to be continued....
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Literatur:
 [1] Dokumentation zu 7PLUS 2.15, DG1BBQ
 [2] Handbuch zum TNC2S, 1993 Symek Datentechik, Stuttgart
     Seite 17-25 (Befehle des TAPR-Eprom).
 [3] Dokumentation zu TheFirmware 2.7b, NORD><LINK
 [4] PGP(tm) User's Guide, Volume I: Essential Topics
       Philipp Zimmerman (1994)
 [5] PGP(tm) User's Guide, Volume II: Special Topics,
       Philipp Zimmermam (1994)

